Drucklexikon von A – Z

Drucklackierung

 

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Wollen Sie mehr über das Thema „Drucklackierung“ erfahren, dann lesen Sie gerne weiter. Dieses Drucklexikon haben wir zu Ihrer Information mit allen wichtigen Informationen rund um das Thema Mediendesign, Druck, Weiterverarbeitung, Logistik und Lettershop gefüllt.

 

Strukturlackierung

Strukturlackierung

 

Unter Drucklackierung versteht man die Übertragung eines flüssigen, pastenförmigen oder pulverförmigen, pigmentierten Beschichtungsstoffs auf ein Printprodukt. Die Beschichtung  dient der optischen und/oder haptischen Aufwertung des Materials. Sie  bietet mechanischen Schutz, was eine schnelle Weiterverarbeitung begünstigt, und sichert eine lange Haltbarkeit bei der späteren Nutzung des Print-Produkts. Schließlich kann sie weitere Eigenschaften verleihen wie z.B. Duft oder Verminderung der Reibung bei der Weiterverarbeitung. Bei der Drucklackierung gibt es unterschiedliche Verfahren.

Die Öldrucklackierung
Diese ist die einfachste Möglichkeit, mit der Farbflächen vor Abrieb geschützt werden können. Der Öldrucklack ist eine Druckfarbe, welche keine Farbpigmente enthält und daher in einem normalen Farbwerk aufgebracht werden kann wie eine weitere Farbe. Jedoch sind die Lackschichten, die auf diese Weise aufgetragen werden, sehr dünn. Die Wirkung auf das Druckprodukt, also Glanz und Schutz vor Abrieb, sind daher nicht so effizient wie bei den anderen Arten der Drucklackierung. Es kommt hinzu, dass der Öldrucklack nach einer gewissen Zeit auch vergilben kann.  

Die Dispersionslackierung:
Der Dispersionslack ist auf Wasserbasis hergestellt und wird in der Druckmaschine mit Hilfe einer Rasterwalze aufgetragen Mit einem Heißluft- oder Infrarot-Trockner trocknet er in der verlängerten Auslage schnell aus. Gut steuern lässt sich bei dem Verfahren die Lackauftragsmenge. Mittels unterschiedlicher Lackschichten sind Mattglanz- und Hochglanzeffekte möglich. Gegenüber dem Öldrucklack bietet der Dispersionslack einen höheren Oberflächenschutz. Er verhindert das Ausbleichen der Druckfarben sowie das Vergilben durch Alterung. Besonders hervorzuheben ist die „samtige“ Haptik der Papieroberfläche, die mit dieser Art der Drucklackierung erzielt wird. Dispersionslack kann nicht nur vollflächig, sondern auch partiell aufgetragen werden. Das beschichtete Material  besitzt eine hohe Stapel- und Scheuerfestigkeit und eine verbesserte Gleitfähigkeit. Lackiert man dünne Papiere mit einer Stärke unter 90g/qm mit Dispersionslack, besteht die Gefahr der Welligkeit.

Die UV-Lackierung
UV-Lack besteht zu 100% aus Feststoffen. Neben reaktiven Acrylaten und Hilfsstoffen, z.B. Effektpigmenten, sind darin Fotoinitiatoren enthalten. Diese Art der Drucklackierung benötigt spezielle Lackwerke (Anilox-Walzen) zur Beschichtung und wird anschließend unter UV-Licht getrocknet. Dieses regt unter einem großen Einsatz an Energie die lichthärtenden Stoffe an und bringt sie innerhalb von Sekunden dazu auszuhärten. Im Vergleich zu anderen Lackierungsvarianten kann die UV-Lackierung besonders dick aufgetragen werden. Der optische Effekt, egal ob Glanz oder Mattigkeit, ist hier besonders hoch. UV-Lack kann vollflächig oder partiell aufgetragen werden. Derartig beschichtetes Material kann folienbeklebt oder geprägt werden. Rillen, Nuten und Stanzen ist nicht möglich, da mit UV-Lack behandeltes Material spröde wird. Je nach Papierbeschaffenheit besteht die Gefahr des Vergilbens.

Die Soft-Touch-Lackierung:
Der lichtabsorbierende Soft-Touch-Lack dämpft die darunterliegenden Farben. Die beschichtete Oberfläche wirkt matt und fühlt sich samtig, gummiartig oder weich an. Diese spezielle Haptik fällt besonders bei partieller Lackierung auf.  Diese Art der Drucklackierung ist allerdings sehr kratzempfindlich. Das muss nicht nur beim Umgang mit dem veredelten Produkt beachtet werden, sondern auch bereits in der Weiterverarbeitung. Zusätzlich ist die erhöhte Reibung des Soft-Touch-Lacks beim Maschinendurchlaufes und der Stapelverarbeitung zu berücksichtigen.

Die Drip-Off-Lackierung:
Mit dieser lassen sich besonders optisch ansprechende Matt-Glanz-Effekte erzielen, welche dem Druckobjekt eine enorm hohe Wertigkeit geben. Bei dieser Art der Drucklackierung wird im letzten Farbwerk der Offset-Druckmaschine mittels einer Druckform ein spezieller Drip-Off-Öldruckmattlack partiell aufgetragen. Ausgespart ist die Druckplatte an den Stellen, bei denen später auf dem Druckbogen Glanz-Effekte entstehen sollen. Der Bogen wird anschließend mit einem Thermo-Hochglanzdispersionslack vollflächig überdruckt. Da, wo sich der zuvor aufgetragene Drip-Off-Mattlack auf dem Druckbogen befunden hat, perlt der Hochglanzlack ab und wird abgestoßen. So kommt es zu der unterschiedlichen Oberflächenbeschaffenheit und dem Kontrast aus glänzenden und matten Teilflächen. Dieses Verfahren eignet sich besonders dafür, kleinste Details durch einen Hochglanzeffekt auf einer genau definierten Fläche zu betonen.

Der Duftlack:
Diese Variante der Drucklackierung ist rein für die Veredlung von Printprodukten gedacht. Von Blumen, Gewürzen, Früchten, Hölzern, einer frischen Meeresbrise bis hin zum Duft von Brathähnchen reicht die Duftpalette. Besonders ist dabei, dass die Düfte in Mikrokapseln verschlossen und so über einen langen Zeitraum originalgetreu konserviert werden. Der Duft wird in einen speziellen Drucklack eingearbeitet und kann wie konventioneller Öldrucklack über ein Farbwerk aufgetragen werden.

 

 

 

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